Pressemitteilung

„Alle Varianten stellen einen zu hohen Eingriff in Ökologie, Wildtierkorridore und Landwirtschaft dar“

Pressemitteilung zur Bekanntgabe der Vorzugstrasse zur Planung der B 31 West.

Der Breisacher Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hält den Weiterbau der B 31 West von Gottenheim nach Breisach für völlig aus der Zeit gefallen. Deswegen sind alle vom Regierungspräsidium geprüften Varianten, inklusive der am Donnerstag bekannt gegebenen Vorzugstrasse 7, inakzeptabel. Denn alle Varianten stellen einen zu hohen Eingriff in Ökologie, Wildtierkorridore und Landwirtschaft dar, der zu Zeiten der Klimakrise dringend zu verhindern ist. Die Notwendigkeit einer Bundesstraße, die vor über 40 Jahren ermittelt wurde, muss generell infrage gestellt werden. Das hat der Ortsverband in einer Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag beschlossen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, dem Vorhaben ein Moratorium auszusprechen und einer neuen Bundesregierung ab Herbst die Möglichkeit zu geben, den Bundesverkehrswegeplan zu überarbeiten, bei dem dann dem Ausbau der Schiene absoluter Vorrang gewährt werden soll.

In diesem Zusammenhang muss ein zweigleisiger Ausbau der Bahnstrecke Freiburg–Breisach geprüft und die Auswirkungen des Baus der Bahnlinie nach Colmar berücksichtigt werden. Beide Projekte erhöhen die Attraktivität des öffentlichen und grenzüberschreitenden Personennahverkehrs, mindern den Individualverkehr und fördern die Verlagerung auf die Schiene. Damit wird der Bau der B 31 West überflüssig.

Durch die bisherige B 31 von Breisach Richtung Bad Krozingen mit dem Autobahnanschluss besteht eine etablierte Alternativstrecke, die mit dem gleichen Zeitaufwand zum selben Ziel führt. Der Verkehr muss deshalb stärker entlang dieser Strecke geleitet werden.

Wir haben sehr großes Verständnis für die lärmgeplagten Anwohner*innen in Ihringen und Wasenweiler. Deswegen fordern wir, wie dies unsere Gemeinderatsfraktion vor zwei Jahren schon einmal angeregt hat, den Bau einer lokalen Umfahrung für diese beiden Ortschaften und die Ertüchtigung der L 114 zu prüfen. Dieser Variante bedeutet einen geringeren Eingriff in die Landschaft und löst trotzdem das Problem des innerörtlichen Verkehrs.

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