„Stilllegung schon lange überfällig“

Unser Betreuungs-Bundestagsabgeordneter Gerhard Zickenheiner begrüßt die Abschaltung des AKW Fessenheim.

Nach jahrelangen Verzögerungen wird das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim im Sommer 2020 endgültig stillgelegt – die Vorbereitungen für die Abschaltung laufen bereits. Unser Grüner Betreuungs-Bundestagsabgeordnete Gerhard Zickenheiner begrüßt die Abschaltung. Am Samstag, den 22. Februar 2020, kommt es nun zur Abschaltung von Reaktorblock 1, Block 2 soll am 30. Juni 2020 stillgelegt werden.

„Das AKW Fessenheim stellt für Deutschland, Frankreich und die Schweiz ein Sicherheitsrisiko dar. Die endgültige Abschaltung ist nicht nur notwendig, sondern schon längst überfällig“, so der Bundestagsabgeordnete Zickenheiner. Das 1977 in Betrieb genommene AKW ist Frankreichs ältestes Kernkraftwerk und war schon häufig aufgrund von Pannen und Sicherheitsmängeln in der Kritik. „Dies ist eine erste Möglichkeit des Aufatmens für die Region. Dafür haben wir Grüne uns in Südbaden schon seit der ersten Stunde eingesetzt. Nun muss – mit der Abschaltung des zweiten Reaktors und des Rückbaus – aber eine sinnvolle Konversion des großen Geländes Schritt für Schritt erfolgen.“

Die Planungen für die künftige Nutzung des Geländes im Elsass laufen bereits. Wichtig wird vor allem die Nachnutzung des Areals. Auch Deutschland wird sich daran beteiligen. „Hier sind spannende grenzübergreifende Projekte angedacht. Es soll ein deutsch-französischer Gewerbepark entstehen, der eine Modellregion für erneuerbare Energien und nachhaltiges Wirtschaften werden könnte. Durch gemeinsame Projekte wird nicht nur die grenzüberschreitende Kooperation gestärkt, sondern es werden auch möglichst bald Arbeitsplätze geschaffen, wo jetzt welche wegfallen“, so Zickenheiner. „Bei diesem Prozess werden dank des deutsch-französisch besetzten Lenkungsausschusses die Zivilgesellschaft, die Verwaltung, die Wirtschaft und die Politik mit eingebunden – auch auf regionaler Ebene. Das ist für ein Gelingen des Prozesses essentiell.“

Besonders maßgeblich für die deutsch-französische Zusammenarbeit ist auch eine Wiederbelebung der Bahnverbindung Freiburg-Colmar. Eine grenzübergreifende Zugstrecke wird die beiden Länder noch enger zusammenrücken und die Region zwischen Vogesen und Schwarzwald wirtschaftlich besser vernetzen und stärken. Gerhard Zickenheiner MdB geht davon aus, dass das Bundesverkehrsministerium den Verpflichtungen der Aachener Verträge mit der gebotenen Eile nachkommt.

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